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Villa Mutzenbecher: Bezirksamt Eimsbüttel erteilt Baugenehmigung

Im November 2012 reichte der gemeinnützige Verein WERTE erleben e.V. im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens sein Nutzungskonzept für die Villa Mutzenbecher ein und konnte sich damit gegen diverse Mitbewerber durchsetzen.
Nun hat das Bezirksamt Eimsbüttel nach Abstimmung vieler Detailfragen die Baugenehmigung für das Projekt Villa Mutzenbecher erteilt. Damit ist der Weg frei für die denkmalgerechte Instandsetzung dieser im englischen Landhausstil Anfang des neunzehnten Jahrhunderts für die Familie des Gründers der Albingia- Versicherung Hermann Mutzenbecher gestaltete Villa. Sie ist das letzte Gebäude dieser Art in Hamburg. Nach der für einen Zeitraum von 3 Jahren geplanten Instandsetzung wird sie als Bildungs- und Begegnungsstätte genutzt werden.

Sowohl während der Planungsphase als auch der Instandsetzung mit Hamburger Betrieben, die sich in der Ausbildung engagieren, werden Jugendliche mit ungünstigen Startchancen in Ausbildung vermittelt. Darüber hinaus kooperiert der Verein bei der Instandsetzung mit Studentinnen und Studenten der Hafen City Universität, mit Hamburger beruflichen Schulen und der Produktionsschule Eimsbüttel, mit der Stadtteilschule Niendorf, dem Gymnasien Bondenwald, der Grundschule Vizelinstraße und der Kita Waldforscher.

Bereits im Vorfeld haben Schüler der Beruflichen Schule Energietechnik Altona im Rahmen ihrer Vorbereitung auf einen Ausbildungsplatz die Baubeleuchtung und Stromversorgung in der Villa installiert. Jetzt absolvieren sie ein Praktikum in einschlägigen Betrieben.

Die kooperierenden Schulen werden gemeinsam mit dem Architekten-Team des Vereins, Expertinnen und Experten aus dem Restauratoren-Handwerk und Bauexperten Workshops durchführen, um Lösungen für eine energieeffiziente und umweltgerechte Beheizung der denkmalgeschützten Villa zu entwickeln. Gleiches gilt für die denkmalgerechte und handwerkliche Instandsetzung der weitgehend im Original erhaltenen Bauteile.

Jugendliche mit ungünstigen Startchancen und Jugendliche ohne Ausbildungsplatz können in den 3 Jahren der Instandsetzung in Kooperation mit den zuständigen Berufsschulen gezielt auf eine Ausbildung in den Gewerken Bau, Holz, Elektro und Sanitär vorbereitet werden.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt das Projekt materiell und ideell, u.a. indem sie bundesweit Spenden für die Villa Mutzenbecher einwirbt. Die Kombination von Denkmalschutz und Ausbildung wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in den nächsten Jahren auch an anderen Standorten in Deutschland initiiert werden.

Der langjährige Mieter, dessen Beharrlichkeit die Villa überhaupt ihr Überleben verdankt, wird dort wohnen bleiben können und sowohl während der Bauphase als auch während der späteren Nutzung der Villa erhalten bleiben.

In diesem Jahr werden noch die Fassade und das Dach gereinigt. 2018 kommt dann die Instandsetzung von Veranda und Balkon an die Reihe. Bis die Villa Ende 2020 wieder im alten Glanz erstrahlen kann, braucht es weiterhin große Unterstützung der Anlieger, der Freundinnen und Freunde der Villa, der Politik und der Verwaltung des Bezirks Eimsbüttel und der Stadt Hamburg.

Spendenkonten:

WERTE erleben
Haspa, IBAN DE17 200 505 501 238 163 404, Stichwort: Villa Mutzenbecher Homepage: werteerleben.de

Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Commerzbank, IBAN: DE71 500 400 500 400500 400, Stichwort: Villa Mutzenbecher

Ansprechpartnerin: Gesa Mueller von der Haegen, Tel.: 0163 4722 959, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Lesen Sie hierzu auch einen Artikel in den Eimsbütteler Nachrichten

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Schüler erneut am Realprojekt in der Villa aktiv

Schüler der Berufsqualifierungsklassen (BQ-Klassen) der Gewerbeschulen arbeiten im Rahmen ihres Unterrichts jetzt regelmäßig in der Villa Mutzenbecher. In diesen Klassen lernen Schüler, die keinen Ausbildungsplatz haben, hochmotiviert am Realprojekt. (Siehe auch Bericht „Denkmalschutz und Bildung – Ein Gewinn für alle“)


Kabel für die Baubeleuchtung werden verlegt.


Vor Ort werden die Leuchteinheiten platziert.

Am letzten Donnerstag haben Schüler der G10 Baustellenlicht in allen dunklen Räumen der Villa verlegt. Die BQ-Schüler haben die Leuchten in der Schule montiert, Auszubildende haben sie geprüft, am Donnerstag wurden sie angebracht.


Die Baustellenlichter bereiteten die Schüler bereits in der Gewerbeschule vor.


Gute Zusammenarbeit ergänzt gute Vorbereitung.

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Tag des Denkmals

Der Tag des offenen Denkmals war ein voller Erfolg. Am Samstag kamen trotz des Regens ca. 150 Menschen. Am Sonntag, bei Sonnenschein, waren es dann ca. 500 Besucherinnen und Besucher.

Die Begeisterung, die dem Projekt Villa Mutzenbecher entgegen gebracht wurde, war ermutigend. Wir werden künftig unabhängig vom Tag des offenen Denkmals die Villa öffnen, um einzelne Baufortschritte zu zeigen. Viele Besucher haben darum gebeten. Die Termine werden hier auf der Website, im Niendorfer Wochenblatt und mit Aushang an der Villa rechtzeitig bekannt gegeben.

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Denkmalschutz und Bildung - Ein Gewinn für alle

Am 7.9.2017, hat der Berufsschullehrer Jan Behrens mit acht Schülern erstmals die Villa Mutzenbecher besucht. Vom Architekten hatten die Schüler den schriftlichen Auftrag, anhand des Leistungsverzeichnisses zur Erneuerung des Putzes am Sockel eine überschlägige Mengenberechnung für die gewählte Zementmischung durchzuführen. Die Schüler haben sich untereinander beraten, eine Vorgehensweise entschieden und die Aufgabe eigenverantwortlich gelöst. Für die Schüler war dies ihr erster Schritt in die Realität der Berufswelt.

Neue Chance

Bei den Schülern handelt es sich um schulpflichtige Jugendliche mit Wohnsitz in Hamburg, die trotz Ausbildungsreife und mehrfachen Bewerbungsversuchen keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Sie lernen in der Staatlichen Gewerbeschule Elektrotechnik G10 in Hamburg im Bildungsgang „Berufsqualifizierung“.


Die Villa wird vermessen.

Engagierte Jugendliche begeistern den Bauherrn

Vertreterin und Vertreter des Bauherrn, des Vereins „Werte erleben e.V.“, waren begeistert vom Engagement der Jugendlichen und ihrem großen Interesse an dem denkmalgeschützten Gebäude, das der Verein instandsetzen und für Bildungs- und Kulturveranstaltungen nutzen will. Die Jugendlichen werden im Rahmen ihrer Ausbildung einzelne Arbeiten planen und ausführen. Belange des Denkmalschutzes müssen beachtet und die historische Substanz des Gebäudes bewahrt bleiben.

Nachfragen und Hinweise der Schüler zeigten ein so großes Engagement und Interesse, dass die Auftraggeber in dieser Form nicht erwartet hatten.
Jan Behrens forderte seine Schüler auf, ihm bei der Bearbeitung des Auftrages keine Fragen zu stellen, sondern Lösungen zu liefern. Er zeigte damit, was er seinen Schülern zutraut.

Gut vorbereitet!

Alle Schüler sind im Besitz der Baupläne, sofort beugen sie sich über ihre Pläne, beratschlagen ihre Vorgehensweise und legen los. Vorbereitet wurden sie im theoretischen Unterricht mit den für diese Aufgabenstellung benötigten mathematischen Grundlagen. Schnell zeigte sich, dass auch dieser theoretische Unterricht erfolgreich war: die Aufgabe wurde bravourös gelöst.


Die Arbeiten werden in Teamwork durchgeführt.

Üben an Realprojekten motiviert...

Es sind gerade solche Realprojekte, die Jugendliche begeistern und ihnen die Erfahrung von Selbstwirksamkeit ermöglichen, die im regulären Schulunterricht so nicht erreicht werden können.

...und alle profitieren

Insofern profitieren von diesem Projekt alle: das Denkmal „Villa Mutzenbecher“ kann gerettet werden, die Jugendlichen lernen mit Begeisterung und leisten gleichzeitig nachhaltige praktische Arbeit. Dabei entwickeln sie eine Haltung zum handwerklichen Beruf, übernehmen Verantwortung und machen erste praktische Erfahrungen. Sie verstehen den Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis. Dies motiviert sie, aktiv am schulischen Unterricht teilzunehmen und die Voraussetzungen für den Abschluss eines regulären Ausbildungsvertrages zu erreichen. Die Betriebe profitieren, weil sie motivierte und engagierte Auszubildende gewinnen. Die Gesellschaft profitiert von der Villa Mutzenbecher wenn sie als Bildungs- und Kulturzentrum zur Verfügung steht.


Um den Putzauftrag zu berechnen, wird auch vor Ort zum Spaten gegriffen.

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Newsletter August 2017

Tag des offenen Denkmals

Am 9. und 10. September 2017 findet wieder der bundesweite Tag des offenen Denkmals statt. An beiden Tagen stellt der Verein Werte erleben e.V. die Villa Mutzenbecher sowie das Sanierungs- und Nutzungskonzept vor. Dabei kann die Villa auch von innen besichtigt werden. Hier die genauen Zeiten:

Samstag, 9.9. von 15 - 18 Uhr Sonntag, 10.9. von 11 - 15 Uhr
Die Adresse: Villa Mutzenbecher Bondenwald 110a, 22453 Hamburg

Die Villa liegt mitten im Niendorfer Gehege und ist per Auto nicht direkt zu erreichen. Einfach geht es zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Mehrere Waldwege führen aus verschiedenen Richtungen direkt zum Haus. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Sommerfest

Am 15. Juli wurde in der Villa das Sommerfest bei strahlendem Wetter gefeiert. Zur sommerlichen Stimmung passten die Melodien der über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannten Klezmerjazz Gruppe Mischpoke sowie die französischen Chansons und Hamburglieder der Sängerin Feli bei.

Stühle, die Schüler der 9. Klasse der Stadtteilschule Niendorf einfallsreich aufgearbeitet hatten, darunter einige Klassiker, wurden versteigert.

In den Räumen der Villa präsentierten Studenten der HafenCity Universität ihre Untersuchungen zum Bauzustand. Die Architekten informierten über die Planungen für die denkmalgerechte Instandsetzung und über die neusten Erkenntnisse zur Baugeschichte des Hauses.

Baugenehmigung

Zum im März 2017 eingereichten Bauantrag hatte es einige Nachforderungen gegeben. Dabei ging es zum Beispiel um eine genauere Beschreibung der späteren Nutzung, das Löschwasserkonzept, die Wegsicherung. Diese Punkte sind jetzt einvernehmlich geklärt, sodass jederzeit mit der Baugenehmigung zu rechnen ist.

Was passiert noch 2017?

Bis zum Herbst wird der Sockel erneuert, das Dach gereinigt und wo nötig ausgebessert, die ersten Fenster instandgesetzt. Das ist einfacher gesagt als getan. Denn zum Beispiel muss die Materialzusammensetzung für den Sockel genau auf das Mauerwerk abgestimmt sein. Die alten Fenster werden wieder aufgearbeitet und erhalten einen Anstrich, der zu dem alten Holz und der Geschichte des Hauses passt.

An diesen Arbeiten nehmen interessierte und motivierte Schüler unter Anleitung von Experten teil. Am Anfang steht jeweils ein Workshop, in dem Fachleute den Schülern die einzelnen Arbeitsgänge und deren bauhistorische Hintergründe erläutern. 

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Aufbruch zur Sanierung der Villa Mutzenbecher

Villa im Niendorfer Gehege wird bis 2020 vom Verein Werte erleben e.V. denkmalgerecht saniert

Der Erhalt der Villa Mutzenbecher ist gesichert. Seit Ende 2016 besteht Konsens über den Sanierungsumfang und die denkmal- und naturverträgliche Nutzung. Der Verein Werte erleben e.V. kann nun beginnen, sein Konzept als künftiger Träger umzusetzen. Nach der Sanierung wird die Villa als Bildungs- und Begegnungsstätte Menschen zusammenbringen und ein Ort für außerschulisches Lernen werden. Das Hamburger Denkmalschutzamt unterstützt die Maßnahmen mit 200.000 Euro. An der Sanierung sind neben Handwerksbetrieben Studierende der HCU sowie Schülerinnen und Schüler von vier Gewerbeschulen und der Produktionsschule Eimsbüttel beteiligt.

Jana Schiedek, Staatsrätin für Kultur und Medien, Andreas Reichel und Gerd Knop, Vereinssprecher von Werte erleben e.V., stellen den aktuellen Stand und die weiteren Planungen vor, beantworten Fragen und bieten einen kurzen Rundgang durch das Haus an". 

Wenn Sie uns mit einer Spende oder Mitgliedschaft im Verein unterstützen wollen, hier das Konto des gemeinnützigen Vereins Werte erleben e.V. bei der HASPA:

IBAN DE17 2005 0550 1238 1634 04. Den Aufnahmeantrag unseres Vereins finden Sie hier.


Foto: Hamburger Abendblatt vom 12. Mai 2017

Nachstehend die Resonanz in den Medien, soweit sie uns bekannt wurden:

http://www.abendblatt.de/article210542881/Behoerde-und-Verein-retten-die-Mutzenbecher-Villa.html

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article164470812/Wie-eine-Villa-gegen-Jugendarbeitslosigkeit-helfen-soll.html

https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5406102&s=mutzenbecher&SuchRahmen=Print/

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Hamburg-Journal,sendung638338.html

http://www.focus.de/regional/hamburg/hamburg-aufbruch-zur-sanierung-der-villa-mutzenbecher_id_7120228.html

http://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/8733968/17-05-11-villa-mutzenbecher/

http://www.bild.de/regional/hamburg/gebaeudesanierung/rettung-fuer-denkmal-51698684.bild.html

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Instandsetzung Villa Mutzenbecher – Treffen der Schulen am 23.03.2017

Architekturbüro

Seit April 2017 liegt die weitere Planung sowie die Abstimmung mit den Handwerksbetrieben und Behörden in den Händen von Jörissen + Partner Architekten. Unterstützt werden sie dabei von Prof. Jens Zipelius von der HCU.

Operative Projektleitung

Seit 11.4.2017 ist Gesa Mueller von der Haegen, Architektin und Ingenieurin vom Verein im Rahmen einer halben Stelle mit der operativen Projektleitung beauftragt (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Sie organisiert und koordiniert das komplexe Zusammenwirken der Beteiligten. Bei ihr laufen alle Fäden zusammen.

Informationsveranstaltungen

Mit dem 24.4.2017 beginnt eine Reihe von Informationsveranstaltungen über die Villa und ihre Geschichte, über das Projekt und über die weiteren Planungen.

Beginn der Arbeiten

Am 3. Mai starten die ersten Arbeiten am und im Haus. Begonnen wird mit „Frühjahrsputz“: Herrichtung der sanitären Anlagen für die Dauer der Bauzeit, der gesonderten Versorgung mit Wasser und Energie, Reinigung von Sockel und Fassade.

Pressekonferenz

Am 11. Mai stellt die Staatsrätin der Kulturbehörde, Jana Schiedek, das Projekt und seine einzigartige Kombination von Denkmalschutz und Ausbildungsvorbereitung in der Villa selbst der Öffentlichkeit vor.

Instandsetzung Villa Mutzenbecher – Treffen der Schulen am 23.03.2017

Am 23. März 2017 fand das 1. Treffen der kooperierenden Schulen nach Unterschrift des Mietvertrages für die Villa Mutzenbecher in der Gewerbeschule Holz-Farbe-Raumgestaltung statt. Vertreten waren die HafenCity Universität, das Gymnasium Bondenwald, die Stadtteilschule Niendorf, die Produktionsschule Eimsbüttel sowie die 4 Beruflichen Schulen Bautechnik, Elektrotechnik, Holztechnik, Anlagen- und Konstruktionstechnik.

Gemeinsam wurde die nächsten Schritte zur denkmalgerechten Instandsetzung der Jahrhundertwende-Villa besprochen. Die Student_innen, die Schüler_innen und die Auszubildenden beteiligen sich konzeptionell und praktisch an dem Projekt. Die beiden allgemeinbildenden Schulen werden neben der historischen Recherche zur Villa und der Familie Mutzenbecher das Projekt über die 4-jährige Laufzeit bis Ende 2020 dokumentieren und Teile der Öffentlichkeitsarbeit übernehmen. Die intensive Kooperation der Bildungsinstitutionen über die sonst üblichen Schranken hinweg ist ein Alleinstellungsmerkmal dieses Projekts. Neben dem Ziel, Jugendliche und Flüchtlinge mit ungünstigen Startchancen in Ausbildung zu bringen, steht auch der schulformübergreifende Austausch über zukunftsfähige Pädagogik auf der Agenda.

Treffen der Bildungseinrichtungen am 20. April 2017 in der Villa Mutzenbecher

Der gemeinsame Treffen der am Projekt beteiligten Bildungseinrichtungen in der Villa Mutzenbecher an einem sonnigen Vormittag brachte – ob des versammelten Sachverstandes – viele neue Erkenntnisse und Ideen. An der Villa, die weitgehend noch im Originalzustand erhalten ist, hat der Zahn der Zeit erkennbar genagt. Dennoch waren sich alle Beteiligten einig, dass dieses Denkmal der Landhausarchitektur aus dem Jahr 1900 aus seinem Dornröschenschlaf erweckt werden muss. Beim Rundgang wurden überall am und im Gebäude Details entdeckt, die unbedingt erhalten werden sollen. Sobald der Bauantrag genehmigt worden ist, geht es sofort los mit der Instandsetzung.

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Villa Mutzenbecher: Spenden für die denkmalgerechte Instandsetzung

Vertrag mit der Stadt steht – Baubeginn noch in 2017

nach langen Verhandlungen ist erreicht, woran kaum noch jemand zu glauben wagte. Die Stadt Hamburg überlässt dem gemeinnützigen Verein WERTE erleben e.V. die Villa Mutzenbecher im Niendorfer Gehege für 30 Jahre mietfrei. Dafür übernimmt der Verein die Kosten der denkmalgerechten Instandsetzung der Villa. Dank gebührt allen Niendorfern, insbesondere den Bürgern, die zusätzlich zu WERTE erleben e.v. den Hamburger Bürgermeister angesprochen haben. Der Bürgermeister versprach ihnen, sich zu kümmern. Das tat er!

In 3 Jahren Bauzeit werden wir gemeinsam das "Modellprojekt Villa Mutzenbecher" umsetzen; eine Kombination von Denkmalschutz und Ausbildung, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zu einem Modell für ganz Deutschland erheben will.

Innovative Ausbildung am konkreten Projekt
Auszubildende von Berufsschulen werden im Rahmen ihrer Ausbildung die Renovierung gemeinsam mit Studierenden der Hafen-City-Universität unterstützen. Ausgewählte Schüler und Schülerinnen der 9. und 10. Klassen der Stadtteilschule Niendorf, darunter auch minderjährige Flüchtlinge, werden am Projekt lernen. Sie werden durch bundesweit standardisierte Praktika für eine Ausbildung bei den Handwerkern begeistert und vorbereitet, die mit den jeweiligen Gewerken beauftragt sind.

Anschließende Nutzung
In fertigem Zustand wird die Villa u.a. von umliegenden Schulen, dem Forum Kollau e.V. und dem Kita-Träger Waldforscher gGmbH genutzt werden. Der derzeitige Mieter wird als Hausmeister wohnen bleiben.

Gewinner dieses Modells
  • Jugendliche werden für eine passende Ausbildung begeistert und vorbereitet
  • Schüler und Auszubildende sowie Studierende der HCU kooperieren und lernen voneinander
  • Hamburger Betrieben, die händeringend Auszubildende suchen, bietet sich hier die Chance, Jugendliche auf der Baustelle kennenzulernen und ihre Kompetenzen realistisch einzuschätzen
  • Hamburg erhält ein einzigartiges Schmuckstück
Der Zeitplan
  • März 2017: Einreichung des Bauantrags (einen positiven Bauvorbescheid gibt es schon)
  • Juni 2017: Baubescheid (die Bauprüfabteilung des Bezirks Eimsbüttel hat schnelle Prüfung zugesagt)
  • Herbst 2017: Baubeginn
  • 2018: äußere Hülle fertig (Veranda, Balkon, Dach, Fenster, Mauerwerk)
  • 2019: innere Versorgungsleitungen (Elektro, Heizung, Sanitär, etc.) fertig
  • 2020: Maler- und Putzarbeiten, Zu- und Ableitungen, Wege, Einrichtung. 31.12. Einweihung
Das Hamburger Modellprojekt gegen Jugendarbeitslosigleit in der EU
Die Villa Mutzenbecher soll auch ein Modell zur Verringerung von Jugendarbeitslosigkeit in der EU werden. Am Beispiel des Projekts wollen wir zeigen und dokumentieren, wie man eine betriebliche Ausbildung mit kleinen Betrieben aufbauen könnte. Die Idee mag kühn klingen. Sie vereinigt aber alle drei dafür notwendigen Aspekte:
  • Beschäftigung ist durch eine Vielzahl erhaltenswerter Gebäude in der EU gegeben
  • das inhaltliche Konzept ist entwickelt und erprobt
  • die EU stellt für „innovative Ausbildungskonzepte“ Milliarden Euro bereit
Das Projekt Villa Mutzenbecher soll die sinnvolle Verknüpfung dieser Punkte demonstrieren.

Kosten und Unterstützung
Alle Arbeiten zusammen sind vorsorglich mit 1,7 Millionen Euro kalkuliert. Ein Teil wird durch Sachspenden und Eigenleistungen erbracht. Finanziell werden wir unterstützt vom Denkmalschutzamt Hamburg und von Stiftungen. Darüber hinaus brauchen wir Ihre Mithilfe. Nicht nur durch Geld- und Sachspenden, auch gerne durch tätige Mitarbeit in jeder Form und/oder Mitgliedschaft im Verein. Interessenten melden sich bitte bei uns. Geldspenden laufen über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die auch Spendenbescheinigungen ausstellt und garantiert, dass jeder gespendete Euro der Villa zugute kommt (s. Flyer).
 
Das Projekt steuert eine Gruppe mit 6 Mitgliedern:
  • Gerd Knop, ehemals Personal- und Projektleiter der Hamburger Otto Group
  • Ernst Lund, ehemals Leiter einer Hamburger Berufsschule
  • Gerold Möller, Vizepräsident am Hanseatischen Oberlandesgericht a. D.
  • Gesa Mueller von der Haegen, Architektin, Ingenieurin, Szenographin.
  • Andreas Reichel, Historiker, ehemals Lehrer und Mitarbeiter der Hamburger Schulbehörde
  • Jens Zipelius, Ingenieur, Professor an der HCU
Spendenkonto WERTE erleben: Haspa, IBAN DE17200505501238163404
Stichwort: Villa Mutzenbecher

Mit Wünschen für ein friedliches und erfolgreiches Jahr 2017.

Gerd Knop, Sprecher WERTE erleben e.V., Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Andreas Reichel, stellv. Sprecher WERTE erleben e.V., Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Hamburg, 12. Januar 2017