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Kooperation zwischen der Villa Mutzenbecher und SchülerInnen der Klasse 9 EiS der Stadtteilschule Niendorf

Wir – das sind 22 SchülerInnen der 9. Klasse von der Stadtteilschule Niendorf -haben uns für das Projekt „Villa Mutzenbecher“ engagiert.

Unsere Sozialpädagogin - Julia Behrend - und unsere Lehrerin – Hannelore Wittig – und Ehrenamtliche vom Forum Niendorf unterstützen uns dabei.

Unsere Klasse heißt 9 EiS – das heißt: Engagiert im Stadtteil. Für jeweils 6-8 Wochen haben wir in sozialen Einrichtungen einmal wöchentlich am Nachmittag geholfen.

In Kindertagesstätten haben wir in kleinen Gruppen vorgelesen, haben gespielt, gemalt und gesungen.

In Seniorenheimen unterstützen wir z.B. beim Nachmittagskaffee, beim Basteln, beim Singen und Tanzen und bei Ausflügen.

Weitere Einrichtungen - wie z.B. die Polizei und die Kirche besuchten wir im Rahmen unseres Projektes. Einen Stadtrundgang mit Ehrenamtlichen vom Forum Niendorf haben wir durchgeführt – hier haben wir Orte angesehen, die an früher erinnern oder haben mit alten Fotos verglichen, was hat sich geändert.
So kamen wir auch auf die Villa Mutzenbecher. Schon während unseres 8.Schuljahres haben wir die Villa besucht und den Prozess der schwierigen Baugenehmigung mitbekommen. Wir erkundeten alle Räume der Villa – besuchten den „Tag des offenen Denkmals“ – verabredeten uns mit Mitarbeitern der Produktionsschule, um in der Villa tatkräftig mitzuarbeiten.

Wie aufwändig Denkmalschutz ist, dass konnten wir hier erleben. Wild entschlossen wollten wir Türen und Fenster anmalen – doch wir erfuhren: So leicht geht es eben doch nicht. Arbeitssicherheit und der Denkmalschutz sind einzuhalten – wir fragten uns, was ist das??? Aha – Sicherheitsschuhe tragen – Schutzkleidung tragen – Arbeitshandschuhe zum Schutz tragen, alte Materialien verwenden etc. – das hat uns auch im Praktikum geholfen – wir wissen nun – alles geht planvoll vor sich und braucht ZEIT – ZEIT – ZEIT und einen langen Atem. Den hatten wir, denn wir wollten die Villa in den Fokus der Öffentlichkeit stellen – nur wie??? Da kam uns die Idee – alles, was wir bisher so engagiert schon erlebt haben, stellen wir in einen Zusammenhang – gesagt getan – wir luden die Kindergartengruppe „Waldforscher“ in die Villa zum gemeinsamen Spielen, Basteln, Singen und Schmausen ein. So haben wir uns, die Kita-Kinder und die Villa zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefasst.

Wir bereiteten den Tag vor. An sieben Stationen konnten die kleinen Kinder in der Villa etwas Schönes erleben. Wir haben gebastelt – Weihnachtsbäume und Rentiere konnten die Kinder aus Pappe ausschneiden und mit Glitzer, Aufklebern und Buntstiften verzieren – das brachte in die Villa viel Glitzer.

An einer weiteren Station malten die Kinder auf einem Wunschzettel ihre Wünsche zu Weihnachten. Wir haben geholfen, die Wünsche aufzuschreiben. Die Erzieher, die die Waldforscher zur Villa begleitet haben, sammelten alles ein, damit die Eltern die Schätze ihrer Kinder am Nachmittag mitnehmen können.

An der Stirnseite des Raumes bereiteten zwei von uns die Schmause vor. Wir hatten Äpfel, Mandarinen und Wurzeln mitgebracht – und – auch etwas Süßes durfte nicht fehlen – dafür hatten wir in der Woche zuvor Kekse gebacken. Wir stellten auch Becher und Getränke hin – Mineralwasser und Apfelsaft. Zuerst waren die Kleinen schüchtern – wir überlegten dann aber einen Trick – wir bereiteten bunte Teller vor und boten sie an den Stationen an – das war dann auch ein voller Erfolg – die Erzieher der Waldforscher hatten schon Angst, die Kinder würden das Mittagessen nicht mehr essen – das taten sie dann aber doch – genau vor der Villa – auf dem Bunker.

Im Eingangsbereich der Villa veranstalteten wir Dosenwerfen. Für die Kinder ein besonderes Vergnügen und auch mit lustiger Bewegung verbunden.

Auf der Treppe zum ersten Stock hatten wir weihnachtliche Beleuchtung gebastelt, die für die Kinder auch ein STOP war, nicht nach oben zu gehen.

Im nächsten Raum breiteten wir auf dem Fußboden ein Schwungtuch aus – darauf konnten die Kleinen sich setzen und zwei von uns haben mit den Kleinen Flaschendrehen gespielt. Das hat viel Spaß gebracht und die Kleinen wurden immer mutiger.

In diesem Raum war das weitere Angebot mit Wachsmalstiften bunte Bilder zu malen und wer dann schon Profi war, durfte ein Schiff falten – das war anfangs ganz schön schwer – aber mit viel Geduld haben wir es hinbekommen. Die Kleinen waren auf ihr eigenes Schiff ganz stolz! 

Zum Abschluss haben wir alle vor der Villa mit dem großen bunten Schwungtuch gesungen und uns lustig verabschiedet. Die Kleinen und auch wir hatten ganz viel Spaß. Wir sind sicher, dass die Villa eine schöne Begegnungsstätte für Jung und Alt werden kann. Wir jedenfalls wissen, es gibt die Villa und wir müssen dafür etwas tun, dass sie noch bekannter wird.

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